2015-12-19  - 

Sparkonzept bei der Mindestsicherung

Der Artikel Sparkonzept bei der Mindestsicherung auf Krone.at regt mich zum Nachdenken an.

Vor allem die unausgegorenen Ansätze der Herren Lopatka und Hundstorfer verdienen eine nähere Betrachtung:

Dass die Vergabe und die Verwaltung der Mindestsicherung österreichweit vereinheitlicht werden soll (lt. Klubobmann Reinhold Lopatka) sollte ja eigentlich schon seit Jahren klar sein. Hier haben wir den Auswuchs von Partei- und Landesinteressen, die keinerlei Basis zu Realität aufweisen.

Die „Umstellungen von Geld- auf Sachleistungen wie z.B. Essen, Wohnen, Energie, Weiterbildung geben. Verhältnis: 50:50 (Zitat Ende)“ ist nichts anderes als das „Hartz IV Modell“, das in Deutschland praktiziert wird.

Dass dadurch der Verwaltungsaufwand erheblich erhöht werden wird bedeutet keine Kostenersparnis, sondern nur eine Umverteilung von höheren Kosten.

Eventuell können hier neue Arbeitsplätze geschaffen werden, was einen gewissen positiven Effekt erzeugen würde.

Wie das aber praktiziert werden kann, dafür fehlt ganz klar ein Konzept.

„Anschauen müsse man sich laut Sozialminister Rudolf Hundstorfer mögliche finanzielle Anreize zum Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess. (Zitat Ende)“

Ja, Herr Hundstorfer, wenn es nun ausreichend Arbeitsplätze geben würde, die auch Lebensunterhaltsdeckend honoriert werden, wäre das schon ein gewaltiger Anreiz.

Wenn man bedenkt, dass die Mindestsicherung im höchsten Fall € 827 pro Monat beträgt, das Einkommen laut Kollektivertrag aber z.B. im Einzelhandel € 1105 netto abzgl. Fahrtspesen für Vollzeit beträgt, in dieser Branche aber hauptsächlich Teilzeitjobs angeboten werden, kann man nicht von Anreiz sprechen!

Es ist so, dass wieder mal auf Kosten der sozial Schwächsten politische Profilierung passieren soll!

Davon abgesehen, wie passt das mit den Mindestlohndiskussionen zusammen?

Ich würde mir wünschen, dass unsere verantwortlichen PolitikerInnen endlich den Job machen, für den sie vom österreichischen Volk beauftragt wurden, oder wir sparen uns diese steuerlichen Ausgaben.

Ein eingesparter Parlamentsabgeordneter (ca 7500 p.M.) bringt ca. Neunmal Mindestsicherung pro Monat!

Einmal MinisterIn das doppelte!

Hier gibt’s den ganzen Artikel zum Nachlesen

Sparkonzept bei der Mindestsicherung

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